Stromausfall nach Eisregen in Slowenien

Eberswalder THW-Elektrospezialist hilft

11. Februar 2014 -

Postojna, Slowenien. Seit Freitag hilft ein Eberswalder THW-Helfer als Maschinist in Slowenien, um mit Notstrom zu überbrücken bis die Stromversorgung nach dem  teilweisen Zusammenbruch des Netzes wieder hergestellt ist. Der 44-jährige Heiko Walluscheck hilft ehrenamtlich und gehört zum THW-Ablöseteam. Seit 4. Februar ist das THW in der Region um Postojna im Südwesten des Landes im Einsatz.


Im Moment sind 16 THW-Kräfte der Fachgruppen Elektroversorgung unter anderem aus Brandenburg, Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen vor Ort. Aufgabe der THW-Kräfte ist das Bedienen und die Wartung der Netzersatzanlagen. Acht THW-Aggregate sind im Einsatz. Auch kleinere Reparaturen werden übernommen. Es herrschen schwierige Witterungsbedingungen für die Einsatzkräfte: Die Temperaturen sind nah am Gefrierpunkt, es regnet häufig und es muss bis spät in die Nacht gearbeitet werden.



Über das Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union angefordert, war das THW die erste internationale Organisation in der Schadensregion. Am ersten Februarwochenende war nach schweren Schneefällen und Eisregen die Stromversorgung im nordwestlichen Slowenien zum Teil zusammengebrochen. Rund 80.000 Haushalte, 10 Prozent der Bevölkerung, wurden davon betroffen.


Die Netzersatzanlagen des THW speisen Energie direkt in das slowenische Netz ein. Dafür arbeiten die Einsatzkräfte in Postojna direkt mit dem regionalen Stromversorger „Elektro Primorska“ zusammen. Die THW-Generatoren haben Leistungen von 250 bis 320 Kilovoltampere. Diese reichen aus, um ganze Dörfer notdürftig mit Elektrizität zu versorgen. Inzwischen entspannt sich die Situation etwas, das THW versorgt vor allem Orte in den ländlichen Bereichen. Dort können die Menschen zwar mit Öfen und Kaminen heizen, müssen jedoch seit Beginn des Unwetters ohne Strom auskommen. Jetzt können einige dieser Orte zum ersten Mal mit Notstrom versorgt werden.

 

Foto 1: von Daniel Kurth
Foto 2: thw.de

 


Bericht von Ellen Krukenberg





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